folge mir doch auf Twitter :D
like MuhSchu on Facebook
GoogleFriendConnect
blogLovin'
BlogConnect
Google+
RSS Feed

Montag, 23. Januar 2012

Der Glaube an die Liebe

In einem meiner letzten Posts erwähnte ich, dass ich nicht an die Liebe glaube.
Darauf hin bekam ich diesbezüglich einen Kommentar meiner besten Freundin, der mich zum Nachdenken über das Thema "Liebe" brachte.

Zuerst mal: was ist denn überhaupt "Liebe"?
Dies zu definieren ist ein subjektives Unterfangen, an dem schon Philoshophen vieler Jahrhunderte gescheitert sind. Denn Liebe ist ein persönliches Empfinden, dass sich so einfach nicht beschreiben lässt.
Wenn ich versuche, dieses Wort für mich selbst zu beschreiben, dann treffe ich relativ schnell darauf, dass Liebe nicht immer gleich ist.

Denn ich liebe meine Eltern, meine Geschwister, meine Familie. Eine angeborene Liebe? Die Menschen, mit denen ich die Hauptzeit meines Lebens verbracht habe.
Wäre ich adoptiert worden, hätte sich diese Liebe auch für meine nicht leiblichen Familienmitglieder entwickelt. Also wirklich nur ein Gefühl, dass sich durch das viele Zusammensein mit den nahsten Menschen ergeben hat, besonders durch die frühsten Kindheitsjahre.

Meine Haustiere liebe ich. Sie alle Sind bereits nicht mehr, doch empfinde ich ein tiefes Gefühl der Trauer, wenn ich an die Zeit mit ihnen zurückdenke. Wenn ich daran zurückdenke, was sie mir gegeben haben, was ich erlebt habe und wie ich mich um sie gekümmert und gesorgt habe.
Ist vielleicht (okay, soweit kann ich eigentlich nicht gehen) vergleichbar mit den Muttergefühlen einer Frau zu ihrem Baby. Hier kann man die Liebe eventuell auch als natürlichen Instinkt beschreiben?

Und zum Hauptpunkt: Liebe zum Partner. Zu einer fremden Person, häufig kennt man sie nicht lange. Oder auch gar nicht wie bei der Liebe auf den ersten Blick. Oder auch schon viele Jahre, wie bei einem Pärchen, das Goldene Hochzeit feiert.

Was ist das Liebe? Schmetterlinge im Bauch? Wie entsteht dieses Gefühl?
Kann man das nach vielen Jahren Ehe immer noch haben?
Ist Verliebtheit etwas anderes als Liebe?

Was also macht das Gefühl Liebe aus, wenn ich behaupte, dies zu fühlen?
Möchte ich die Person berühren? Ihr Anwesenheit spüren? In dem sicheren Wissen sein, dass es ihr gut geht? Dass sie glücklich ist? Zeit mit ihr verbringen? Sie kennenlernen so gut es geht? Einfach ALLES über sie wissen?

Gibt mir diese Person ein gutes Gefühl? Der Gedanke an sie? Ihre pure Anwesenheit?

Möchte ich die Nähe der Person unter allen Umständen? Sind mir eventuelle Konsequenzen egal? Will ich alle Macken und Eigenarten dieser Person bedingungslos hinnehmen? Sie niemals ändern?

Ist das Liebe?

Ich bin für mich zu keinem wirklichen Ergebnis gekommen. Was ist schon Liebe...

So long, die Muh

9 Kommentare

23. Januar 2012 um 16:55

Liebe ist das schönste was es gibt, und zwar in all ihren Facetten ;)

23. Januar 2012 um 17:08

Traut sich etwa keiner etwas dazu zu sagen? Oo Ich denke Liebe ist das Gefühl das man hat wenn man sich vorstellt, diese Person nicht mehr zu haben. Was würde man dann fühlen? Wie würde man leben und wie oft würde man an die Person denken? Wenn ich mir das vorstelle, finde ich diese Version eines parallelen Universums unvorstellbar und furchtbar. So will ich nicht leben. Nicht ohne mein Kuscheltier!♥ ^^

23. Januar 2012 um 17:48

ein wirklich tiefgründiger post.
ich persönlich habe auch noch keine richtige definition von liebe gefunden, wie du selbst sagst ist sie sehr facettenreich. generell würde ich sagen ist die liebe für das menschliche leben essenziell wichtig, in welchen formen sei mal offengelassen...
danke für diesen denkanstoß.

23. Januar 2012 um 21:32

ein wirklich, wirklich schweres thema... am besten gefallen hat mir diese stelle:

"Möchte ich die Person berühren? Ihr Anwesenheit spüren? In dem sicheren Wissen sein, dass es ihr gut geht? Dass sie glücklich ist? Zeit mit ihr verbringen? Sie kennenlernen so gut es geht? Einfach ALLES über sie wissen?"

denn ungefähr so in etwa würde ich es auch beschreiben.
was meiner meinung nach auch ein sehr wichtiger aspekt ist, ist die tatsache, dass es verschiedene arten von liebe gibt und dass man auch mehrere personen gleichzeitig lieben kann. und damit meine ich nicht diese familiäre oder freundschaftliche liebe, sondern die liebe zwischen männlein und weiblein. ich zB bin schon seit jahren in meinen besten freund...nicht verliebt... denn verliebtheit ist etwas anderes. nein, ich liebe ihn. ich würde ihn am liebsten ganz für mich alleine haben. was natürlich nicht geht. erst recht nicht, seit er eine freundin hat. man müsste meinen, dass ich sie hasse. aber nein! ich liebe ihn so sehr, dass ich mich für ihn freue und sie ist wirklich ein liebes, nettes mädel! und er würde mir unendlich leid tun, wenn das auseinander gehen würde. wobei ich mich natürlich auch ein bisschen für mich freuen würde...

wie auch immer. wollte nicht vom thema abweichen. fakt ist: liebe kann man, wie du schon sagtest, nicht allgemein definieren. sie ist immer subjektiv, auch wenn es oft parallelen gibt. jeder liebt anders. der eine liebt durch taten, der andere durch worte, und wieder ein anderer kann seine liebe gar nicht zeigen.

ich persönliche denke jedoch, dass es wichtig ist, dass man der person, die man liebt, sei es nun die beste freundin, die mutter oder eben auch der partner, das auch sagen und zeigen sollte. denn es gibt nichts schöneres, als liebe zu empfangen. und das geht nur, wenn der andere auch liebe geben kann. ergo: man gibt dem andern das schönste gefühl überhaupt: das gefühl, geliebt zu werden.

oh weh... tut mir leid, dass ich jetzt so viel geschrieben habe. ich könnte noch ewig weiterschreiben =D bin für meine romane bekannt ;)

eine sache möchte ich dir aber noch ans herz legen wenn ich darf: egal wie sehr du enttäuscht wurdest oder was auch immer passiert ist. egal wie dunkel es ist und wie weit weg das licht am ende des tunnes ist: hör niemals auf, an die liebe zu glauben! denn es gibt immer jemanden, der dich liebt, immer jemanden, den du liebst. und auch wenn jeder mal denkt, dass er nie DIE liebe kennenlernt: ich werde nicht aufgeben daran zu glauben, dass es sie gibt.
(ich sollte mir das ab und zu auch mal selbst sagen...)

ich cutte jetz. sonst platzt das textfeld =D
lg, tiny

24. Januar 2012 um 06:47

@tinywaoh, vielen dank für deinen ausführlichen "roman" :D
du hast wirklich einige punkte angesprochen, die mir zu denken geben. das thema ist eben einfach ein nicht vollendetes buch für mich: man kan bis zum ende weiterspinnen und ständig die parameter tauschen. ob es dann wohl ein happy end geben wird liegt an jedem selbst...

24. Januar 2012 um 19:44

@MuhSchu ich glaube nicht, dass es nur an einem selbst liegt. schließlich soll mans ich ja auch nicht für andere verstellen! der oder die richtige wird einen so nehmen, wie man ist. egal wie bekloppt man ist, wie viele macken man hat oder was auch immer. natürlich sollte man nicht immer den assi raushängen lassen und jeden anschnautzen. aber ansonsten kann man da meiner meinung nach nicht viel dran ändern. die person wird kommen. so oder so. früher oder später. also ich werde solange an das happy end glauben, bis ich am ende bin und es doch nicht happy ist ;)
aber das is nur meine meinung =)
lg, tiny

24. Januar 2012 um 20:14

Fakt ist, dass man ohne nicht leben kann. Jeder braucht jemanden, den er liebt bzw. von dem er geliebt wird und sei es nur ein Tier. Ist in unendlich vielen, oft unmenschlichen Versuchen bewiesen worden.

24. Januar 2012 um 20:16

@tinydas klingt wirklich richtig süß =)
aber deine erklärung klingt auch definitiv ein wenig nach "schicksal". ob jeder das schicksal hat, ein happy end zu bekommen?
und wenn "der richtige" kommt, woran merkt man das denn? bzw., wie kann man sicher sein, dass es der richtige ist, um sich auch darauf einzulassen? vielleicht war ja "der richtige" bereits da, aber man hat es nicht gesehen/wahrhaben wollen/ignoriert... hach, es gibt so viele möglichkeit.
ich bleibe dabei: für mich ist das alles viel zu schwer korrekt zusammzutragen.

26. Januar 2012 um 23:01

@MuhSchu ja... da ist sicher schicksal dabei... aber ändern können wirs nicht. und ich glaub auch nicht, dass man sich sicher sein kann ob das jetzt gerade "der richtige" ist. um ehrlich zu sein: denken wir das nicht jedesmal? ich dachte kürzlich auch ich hätte meinen traumprinzen gefunden und wurde eigentlich nur verarscht... solche rückschläge gibts, aber daraus lernt man und wird vorsichtiger. dann gibts auch einen, der wär eigentlich echt perfekt gewesen, und ich habs versaut. sowas wird passieren. aber irgendwann wird er kommen. ich will nicht aufhören daran zu glauben, sonst... tja... sonst wüsst ich nicht, wo der sinn des ganzen ist...

Kommentar veröffentlichen