folge mir doch auf Twitter :D
like MuhSchu on Facebook
GoogleFriendConnect
blogLovin'
BlogConnect
Google+
RSS Feed

Montag, 9. Januar 2012

Modernes Schreiben = Verdummung?

Manchmal wundere ich mich, was die Moderne aus der aktuellen, geschriebenen Sprache gemacht hat.

Nicht nur, dass ich das Gefühl habe, durch das tägliche Tippen auf der Tastatur eine krakelige Handschrift zu bekommen (WENN ich denn mal was mit der Hand aufschreibe...), auch die Buchstaben spielen in meinem Kopf manchmal wirrwarr.

Habe ich 2006 noch eine 1 in meiner Deutsch-Abschlussprüfung und in der 9. Klasse ein Diktat mit einem ungerechtfertigten Fehler gehabt - ja, die Dame kritisierte meine korrekte Schreibweise "einziges", dass es ja "einzigstes" heißen müsse; und wenn ich noch ein Mal "ratzfatz!" hören muss, drehe ich durch! - so muss ich mich heute darüber wundern, dass ich im Chatfenster wirklich "Rüthmus" schreiben will. Dabei sieht dieses Wort doch schon unmöglich aus und nur alleine deswegen kamen mir Zweifel.

Aber auch bei ganz alltäglichen Wörtern bin ich immer öfter unsicher: wird es nun groß geschrieben, Zusammen oder fehlt irgendwo ein h? Habe ich die Kommata korrekt gesetzt und dieses Wort auch richtig gebeugt?

Fällt euch sowas auch auf oder bin ich da die Einzige? Und: was ist euer peinlichster Verschreiber?

So long, die Muh

11 Kommentare

9. Januar 2012 um 10:35

doch doch, so geht es mir auch. aber ich überlege bei manchen Wörter schon seit Jahren, wie es geschrieben wird. meine Highlights: Appetit, Überaschung, Kommission. jedes Mal überlege ich und jedes Mal wieder dieser "das habe ich letztes Mal schon nachgeguckt" Gedanke... nervt mich etwas ^^ bei Kommas gehe ich meist nach Gefühl und versuche inzwischen auch gerne mal einen Satz per Punkt zu trennen, damit er nicht zu lang wird ;)
achja, in der mündlichen Sprache kritisiert mein Freund immer meine Fälle: Genitiv, Dativ, Akkusativ. ich bringe alle durcheinander... wenn ich etwas schreibe, funktioniert das allerdings. ich weiß ja auch nicht, wie das kommt ^^

9. Januar 2012 um 11:24

Mir geht es da auch ganz genauso. Ich habe letzte Woche mal zwei A4-Seiten handschriftlich zu Papier bringen müssen und das in 30 Minuten. Abgesehen davon, dass ich im Anschluss einen Krampf in der Hand hatte, will ich gar nicht wissen, wie viele Rechtschreibfehler mir da unterlaufen sind. Ich weiß gar nicht woran das liegt - ich weiß es ja besser - aber ich schreibe in letzter Zeit häufig Wörter mit 'v' mit einem 'f'. Dann seh ich das Wort und denke mir "Häh, das sieht komisch aus." Von Kommata will ich gar nicht anfangen. Die habe ich immer schon nach Gefühl gesetzt...
Mündlich war es auch schon besser. Da kommt bei mir aber vieles daher, dass ich viel zu schnell rede und sich dann manchmal Wörter einschleichen, die ich vorher nicht mal gedacht hatte ^^;
Die *Einzigste* bist du sicher nicht. Aber herrlich, dass deine Lehrerin der deutschen Sprache offensichtlich selbst nicht so ganz mächtig ist...

9. Januar 2012 um 12:40

Ich hab so meine Probleme mit der Komma-setzung,ansonsten geht es eigentlich^^
Wenn ich Ärzte-Briefe schreibe (hab gerade tatsächlich "schraibe" geschrieben, zum Glück habe ich nochmal alles durchgelesen :D), kommt es schonmal vor, dass ich den Duden rausholen muss.
Letztens gab es z.B. eine Diskussion, ob es "Aufgrund" oder "Auf Grund" heißt :D

9. Januar 2012 um 12:55

@C'est la viehahaha, der ist auch gut! :D
meiner meinung nach geht das so:
"Das Schiff sank auf Grund."
"Aufgrund einer Krankheit ist arbeiten unmöglich." (höhö ^^)
Und, liege ich daneben? xD

9. Januar 2012 um 13:55

@MuhSchu

Hm, ich glaube es wäre beides richtig.
Laut Duden darf man sowohl "aufgrund" als auch "auf Grund" schreiben. Zumindest war das vor einiger Zeit noch erlaubt.

Wenn die Rechtschreibung andauernd geändert wird, braucht man sich ja nicht wundern, wenn niemand mehr weiß, wie man richtig schreibt.

Und ich glaube übrigens, dass das auch ein wenig am Alter liegt xD Seit ich aus der Schule raus bin, mache ich immer mehr Fehler. Man kommt einfach aus der Übung, denke ich.

9. Januar 2012 um 15:11

ich hab letztens bei jemanden "das trug ich..." gelesen und hab zusammen mit jmd überlegt ob das richtig is, es sah einfach scheisse aus lol ...nach 10 min kamen wir auf "das hab ich getragen"

9. Januar 2012 um 15:38

@Chociials "trug" von tragen finde ich noch halbwegs lesbar, schlimmer finde ich ja "buk" von backen. ist aber korrektes urzeitdeutsch. soweit ich weiß ist aber auch "backte" ok ^^

9. Januar 2012 um 16:29

huhu muh,
mir als fleißige beinahe-abiturientin fällt das schreiben trotz vielem tippen nicht schwer, ich schreibe in allen meinen arbeiten eigentlich selten unter 10 seiten - im leistungskurs nicht unter 15, allerdings sieht man auch dort in meinem schriftbild die ermüdung deutlich... generell habe ich keine probleme mit kommasetzung, rechtschreibung oder grammatik, klar bin ich nicht immer 100% richtig aber das meiste hab ich im gefühl, mache manchmal flüchtigkeitsfehler.
allerdings liegt das an meinem schon immer sehr großem interesse an deutscher sprache, habe in der grundschule schon harry potter und andere schmöker verschlungen wie andere comics.
generell stimme ich dir aber zu, die entwicklung unserer gesellschaft ist furchtbar was das angeht, das macht mir auch sehr große sorgen.
an meinen peinlichsten verschreiber kann ich mich nicht mehr erinnern, bloß an den satz "wer nämlich mit h schreibt ist dämlich", diesen fehler habe ich als kind oft gemacht und das fand ich immer ganz schlimm. aber mit deutschlehrern hab ich mich auch schon angelegt, z.b. ob das ding im bett nun "matraze" oder "matratze" geschrieben wird. *seufts*
:* Jule
(groß- und kleinschreibung gilt wie immer nur im kommentar)

9. Januar 2012 um 20:13

Also im Beugen bin ich realtiv fit, auch sonst bei den meisten Wörtern, was die Rechtschreibung angeht.. nur bei so Wörtern mit einem "r" in der Mitte habe ich neuerdings manchmal Probleme - müssen da eins oder zwei hin?^^ Ich meine so Wörter wie erinnern, Vorrat.. bin da immer verwirrt :D

9. Januar 2012 um 21:41

In meiner Masterarbeit wurde ich für außerordentlich gute Rechtschreibung gelobt. Ich hatte nur kleine Ausreißer wie "Störchometrisch" statt dem korrekten "Stöchiometrisch" und einige Patzer. Aber die Norm soll unter den Naturwissenschaftlern wohl deutlich schlimmer sein. Abgesehen von den ganzen Rechtschreibarnarchisten geht mir etwas anderes deutlich stärker auf den nicht vorhandenen Sack: Die einfach geschrieben Texte mit besonders kurzen Säötzen, die dann Umgangssprache darstellen sollen. Diesen Stil kann ich auf den Tod nicht ausstehen. Ich quäle mich da lieber durch Kant, als so einen Dreck zu lesen.

10. Januar 2012 um 13:44

Ich bin durch die ständigen Rechtschreibreformen verunsichert!

Friseur - Frisör
Photo - Foto
zu Hause - zuhause
Rad fahren - radfahren

Vieles, was ich in der Schule gelernt habe, ist jetzt plötzlich falsch....

Kommentar veröffentlichen