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Mittwoch, 8. Februar 2012

Leben und Tod: Eine Sache des Denkens

Am Wochenende hatte ich einen miesen Traum mit Todesfall in der Familie... Nach dem Aufwachen konnte ich die ganze Nacht nicht mehr schlafen und war innerlich merkwürdig aufgewühlt.
Nach dem Aufstehen schrieb ich besagter Person eine SMS und in den kommenden Stunden insgesamt noch 3 Stück. Bis ich dann endlich eine Antwort erhielt. In der Zeit war ich sehr unkonzentriert und leicht abgelenkt.

Solche Sachen bringen mich jedes mal wieder zum Nachdenken. Über den Sinn des Lebens...

Ich gehöre zu der Fraktion, die sagt: das Leben ist scheiße.

Man wächst auf, geht seinen Weg, findet Sachen, die man mag, Menschen die man liebt, Themen, die einen herausfordern. Und man verändert sich durchgehend, verliert Menschen die man liebt, erlebt erdrückende Momente und schafft Dinge, Thesen, eine Familie...

Und irgendwann ist alles nicht mehr als nur noch Staub.

Das ganze Leben begleiten einen Ängste und Zweifel. Bewusst lasse ich hier die schönen Dinge weg, denn auch die sind irgendwann vorbei. In meinem Kopf überwiegt einfach das Negative.

Dieser Sinn... ich sehe einfach keinen. Und frage mich was diese ganze Scheiße eigentlich soll. Da ist man auf der Welt, um am Ende alles verloren zu haben; abschließend auch das eigene Leben.

Mein Vater bietet mir da immer sehr viel Gesprächsgelegenheiten. Er meint, ich habe diese Sicht der Dinge von ihm. Dass er solche Gedanke als Kind schon hatte. Und er gibt mir den Rat, mir niemals Kinder anzuschaffen, um die ich mich viel zu sehr sorgen würde.
Denn schon wenn ich nur in den Nachrichten höre, dass in der Nähe eines Ortes, in dem Familienmitglieder leben, irgendetwas schlimmeres passiert ist, bekomme ich ein schlechtes Gefühl. Sorgen. Angst. Und in meinem Kopf spielen sich die schrecklichsten Szenarien ab.
Bei eigenen Kindern würde das mit Sicherheit nicht weniger werden.

So sehe ich das Leben als ein Übel, das ich überwinden muss und es mir währenddessen so angenehm wie möglich mache. Ist das der Sinn des Lebens? ...

So long, die Muh

8 Kommentare

8. Februar 2012 um 12:47

das sind ja echt traurige Gedanken.
ich mache mir nicht so viel Sorgen darum, dass es vorbei sein wird, sondern eher, was danach sein wird. ich kann mich einfach nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass dann einfach nichts mehr ist...

8. Februar 2012 um 13:36

Wie sagt man so schön: "Der Tod gehört zum Leben." Nur eben nicht der eigene...
Ich habe in letzter Zeit selbst viele solcher Gedanken, allerdings weil in meinem Verwandtschafts- und Bekanntenkreis in den letzten 3 Jahren unheimlich viele (JUNGE!) Menschen gestorben oder schwer krank geworden sind...
ich halte das schon fast nicht mehr aus und bekomme immer wieder heulkrämpfe, aber dann geh ich zum Beispiel Babysitten, oder einfach nur Spazieren und sehe wie schön das Leben sein kann.

Im Endeffekt halten mir all diese Todesfälle (und üblen Träume) nur eines vor Augen:
Gelebt wird jetzt! Es gibt keinen zweiten Versuch, kein Später, nur die Gegenwart und in der sollten wir Leben.
Sterben müssen wir alle mal - der Spaß kann ja nicht ewig dauern.

8. Februar 2012 um 13:55

Hallo Muhschu,
ich habe auch lange so gedacht, schon seit ich klein bin viel zu oft Gedanken und Sorgen gemacht, egal was war. Ich hatte auch eine heftige Emo-Phase, in der ich der Überzeugung war dass alles Scheiße ist und der Sinn den Lebens nicht existiert, reines Gene-weitergeben oder aussterben.
Ich muss aber sagen dass sich diese Einstellung innerhalb des letzten Jahres radikal verändert hat, seid ich meinen Freund kenne.
Ich bin der Überzeugung, so blöd es klingt "Jeder ist seines eigen Glückes Schmied", also jeder kann selbst entscheiden wie sein Leben aussieht und vielleicht auch endet. Ich habe neulich einen ganz interessanten Artikel gelesen über die Dinge die Menschen kurz vor ihrem Tod bereuen. Das hat mich zum nachdenken gebracht und nun versuche ich umso mehr, mein Leben so zu leben wie es mir passt, es weniger anderen Recht zu machen.
Ich halte mein Leben für ein Geschenk, ich bin eigentlich immernoch viel zu selten dankbar für das was ich hab, meine Gesundheit, Familie, Freunde...
Ich wünsche dir viel Energie bei allem was du tust, und hoffe irgendwie dass du das auch irgendwann mal etwas positiver siehst.

8. Februar 2012 um 18:03

Ich bin auch froh, wenn es vorbei ist.

Oder anders ausgedrückt: es gibt beschissene Phasen im Leben und man muss eben das beste daraus machen, dass man diese übersteht und auf bessere Zeiten hoffen.

So falsch finde ich deine Einstellung gar nicht, auch wenn viele Menschen in meinem Umfeld das erschreckend finden.

8. Februar 2012 um 21:40

Der Preis des Lebens ist der Tod. Ohne jetzt spirituell oder gar religiös klingen zu wollen... Kannst Du von Dir behaupten zu wissen, was danach kommt? Ob wirklich alles vorbei ist? Genau bei solchen Fragen kann aber Glaube sehr hilfreich sein... auch wenn er vielleicht nicht der Wahrheit entspricht oder unrealistisch erscheint oder balblabla. Aber denk mal darüber nach, warum viele Menschen deshalb gerne glauben, weil es eine Fluchtmöglichkeit bietet, eine Ausweichmöglichkeit oder etwas Trost. Auf mich trifft das natürlich nicht zu, denn ich bin vollkommen irre. o.O

9. Februar 2012 um 06:49

@Ms FroggyIch bin mir bewusst, warum es Leute gibt, die am Glauben festhalten. Warum sonst hielten Völker früher zb die Sterne für Götter? Weil sie es nicht besser wussten und es nicht erklären konnte. Natürlich sucht der Mensch für das unerklärliche Antworten.
Ich Glaube auch. Daran, dass nach dem Tod nichts mehr Ist. Ich finde das auch gut so. Warum sollte ich mir ausmalen, dass nach dem Tod "das Paradis" auf die Menschheit wartet? Das ist mir zu blöd.

9. Februar 2012 um 06:51

@Juleich bin ein ewiger pessimist, ich glaube nicht, dass sich meine einstellung so schnell ändern wird.
rechtmachen will ich es ohnehin niemandem, da sind mir quasi alle egal, haha!

9. Februar 2012 um 06:52

@FroschkoeniginDu hast recht... dieses JETZT leben fehlt mir irgendwie... vielleicht sollte ich da mal ein bisschen was dran drehen und einfach allgemein mehr spaß haben xD

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