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Montag, 26. März 2012

Gedanken zum Tod

Gerade guckte ich auf den Kalender und nahm bewusst wahr, dass ich in genau 5 Wochen 22 Jahre alt werde. Selbst bei diesem Satz musste ich nachrechnen, wie alt ich denn werde...

Und dann denke ich mir: 22 Jahre? Das ist so alt... damals, als ich mir darüber Gedanken machte, da schien dieses Alter so unendlich weit weg.

Schon bevor ich 18 wurde, habe ich mir immer gesagt, dass ich nicht alt werden will. Mit Anfang 40 ist aus meiner Sicht das Leben vorbei. Wozu noch älter werden? Um jeden geliebten Menschen mit der Zeit zu verlieren?

Ich bin gerade mal 21 Jahre alt, aber muss mir schon ständig vorhalten, dass ich so, wie ich jetzt bin, wie ich denke, mich kleide und agiere, nie wieder sein werde. Ich verändere mich, ob bewusst oder nicht. Auch die Umwelt - Menschen, Freunde, Job, Medien - verändern einen.

Und es gibt Dinge, die verstehe ich einfach nicht.

Als ich 18 war wurde es mir das erste Mal so richtig bewusst. Der Tod.
Ein ehemaliger Klassenkamerad war überraschend verstorben, aus einem mir nicht bekannten Grund. Ich war ehrlich ziemlich erschüttert und habe mir tagelang Gedanken gemacht. Sie kreisten eine lange Zeit um den Jungen, mit dem ich nie wirklich Kontakt hatte, mich aber noch genau an ihn erinnern konnte.

Danach folgten noch wenige andere Todesfälle von Menschen die ich kannte.

Für mich ist das einfach nicht fassbar, nicht begreifbar... dass es Menschen gibt... oder gab, die ich nie wieder sehen werde. Nur in meiner Vorstellung noch sehen kann. Deren Stimme ich noch im Ohr habe. Aber die es gar nicht mehr gibt.

Ich verstehe die Theorie, dass alles, was lebt auch irgendwann stirbt. Das ist natürlich, das ist nun mal der Werdegang des Lebens und ich habe damit absolut kein Problem.

Aber in der Praxis, in meinem Leben, ist es für mich einfach nicht vorstellbar, dass die Menschen, die ich heute ganz selbstverständlich um mich habe, irgendwann auf einmal nicht mehr hier sein werden. Dass etwas, was einen Charakter, eine Persönlichkeit, eine Seele und einen Verstand hat, irgendwann nicht mehr existent ist.

Und dann denke ich mir: warum gibt es mich?

Ich WILL nicht, dass es irgendjemanden auf dieser Welt gibt, der wegen mir traurig ist. Das wird irgendwann mal der Fall sein, wenn meine Zeit gekommen ist. Diesen Gedanken empfinde ich als den absoluten Horror.

Das Leben genießen, jede Stunde in dem Bewusstsein sein, dass es eine einmalige Zeit ist, die ich hier verbringen darf. Und doch grübel ich immer wieder über Verstorbene, die ich nicht vergessen kann, es auch gar nicht will. Diese Gedanken lassen mich aber nicht so leben, wie ich das will. Ich bin voller negativer Gedanken und Gefühle. Um diejenigen, die ich verloren habe. Und um diejenigen, die ich irgendwann mal verlassen werde...

6 Kommentare

26. März 2012 um 17:05

2008 habe ich mich auch richtig mit dem Tod auseinandergesetzt, als meine Tante starb (ich bin bei ihr aufgewachsen). Ich habe es bis heute nicht verkraftet und habe auch Schlafprobleme seitdem. Und habe angst vor dem Altwerden und vor dem Tod selber. Ich hoffe, das vergeht irgendwann....ich bin ende 20, und möchte nicht ewig mit der Angst leben. Schau, das du das in den Griff bekommst. Sonst hängt dir das ewig nach.

lg little lion

26. März 2012 um 18:04

sehr bewegender post, liebe muh, und ich muss sagen, mir fehlen die worte. ich kann deine gedanken nachvollziehen, aber ich finde das thema viel zu schwierig um einen standpunkt oder eine meinung zu formulieren... es gehört zum leben, wie alles andere unschöne auch.

26. März 2012 um 18:24

Toller Post, ich kann dich auch sehr gut verstehen.
Manchmal hab ich den gedanken: irgendwann bist du alt und du stirbst und du bist einfach weg, du lebst nicht mehr
Dann bekomm ich richtig Angst, denn der Gedanke allein bereitet mir Kopfzerbrechen sowie Angst vor dem Tod, weil ich nicht weiß was danach ist Oô

26. März 2012 um 21:04

Das ist zu ein tiefgreifendes Thema, als dass so ein kleiner Kommentraksten ausreichen würde, um seine Empfindungen dazu Kund zu tun.

Letztlich kann ich jedoch sagen, dass ich vor dem eigenen Tod weniger Angst habe, als vor dem Tod geliebter Menschen...

26. März 2012 um 21:07

Oh man, deprimier mich doch nicht sooooo <- ohne Deinen Post jetzt runter ziehen zu wollen. ;) Du willst nicht, dass andere um Dich trauern müssen? Wie gut, dass ich Dir sowas nicht versprechen muss. <.< Freu Dich lieber, dass es Menschen gibt und noch geben wir, die Dich als so wertvoll ansehen und Dich so schätzen, dass sie um Dich trauern. Ist nämlich nicht unbedingt selbstverständlich. Sei Dir sicher, ich bin mit Garantie dabei. :* <3 Ich habe übrigens keine Angst vor dem Tod, jedenfalls nicht vor dem eigenen, Zeitverschwendung, wieso Angst vor etwas haben, was sich nicht verändern lässt. Hinter der Angst vor dem Tod der anderen steckt im übrigen sehr viel Egoismus. Das wird Dir nicht unbedingt helfen... aber ich wollte mal klugscheißen und Dir mitteilen, dass ich froh bin, Dich zu kennen und beste Freundin nennen zu dürfen uuuuund... es mich traurig macht, wenn Du Dir über den Tod jetzt schon in diesem Maße Gedaken machst. Ich meine, trauern um geliebte Menschen ist ok, sogar notwendig, aber bitte in Maßen und ohne krankhafte Erscheinungen anzunehmen. Lieb Dich. ;*

26. März 2012 um 23:20

ich verstehe deine angst und habe sie auch manchmal selbst. jedoch möchte ich dir raten dein leben zu genießen und im hier und jetzt zu leben. du bist meiner meinung nach viel zu verbissen und in gedanken versunken. genieß dein leben!!

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