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Montag, 8. Oktober 2012

Thema Tod

Immer wieder begegnet einem das Thema Tod. Bei mir, und vermutlich vielen anderen, erst kürzlich in Erscheinung getreten mit dem Ableben des in Deutschland auf jedenfall sehr bekannten Komikers und Schauspielers Dirk Bach.
Gerade bei solch berühmten Personen kann man oft dessen Leben durch diverse Filme, Interviews und Drehausschnitte nachvollziehen, bzw. sich in Erinnerung rufen und nach- und miterleben.
Doch fällt mir das Begreifen des Todes nicht leicht. Nein, vielmehr ist es mir nicht möglich.
Nun bin ich junge 22 Jahre und habe den Tod bereits kennen gelernt. Sei es durch Haustiere, Prominente aus dem TV oder Bekannte und Verwandte.
Auch wenn man zu bekannten Persönlichkeiten keine spezielle Bindung hat, fällt das Verstehen und Verarbeiten vom Tod nicht einfach. Jemanden, den man nur aus dem Fernsehen kennt und dort auch immer wieder sieht - selbst wenn er verstorben ist; kann man so jemanden vermissen?
In meinem Leben habe ich schon an einigen Orten gewohnt und mit Jedem verbinde ich einen Teil meines Lebens. Ich lernte verschiedene Menschen kennen und mit dem Wegziehen aus dem Ort erlosch zumeist auch der Kontakt mit dem damaligen Umgang. Kehre ich nun an einen früheren Wohnort zurück, so empfinde ich die Anwesenheit und das Erinnern an Zeit und Menschen meistens als angenehm und schwelge in Gedanken. Verlasse ich den Ort, verlassen mich die Gedanken.
Aus den Augen, aus dem Sinn oder wie man so schön sagt.
So ergeht es mir mit dem Tod. Sehe ich Bilder von Dahingeschiedenen überkommt mich das Grübeln. Ist es ein Foto eines geliebten Menschen, überkommt mich die Trauer, das Vermissen und der Verlust. Der Gedanke, dass es nicht sein kann, dass ein Mensch, den ich mein Leben lang kenne, der MICH mein Leben lang kennt... nicht mehr da ist.
Das Verarbeiten vom Tod wird mein Leben lang andauern. Bis zu meinem Tod.

5 Kommentare

8. Oktober 2012 um 17:13

Sehr schön geschrieben.

8. Oktober 2012 um 17:19

oje so ein tiefgründiges thema... aber auch darüber muss man mal reden oder einfach seine gedanken loswerden, so wie das wohl bei dir grade der fall war...
ich glaube, den tot hat fast jeder schon mal kennen gelernt, und wenn es auch 'nur' ein haustier war. nur echt in anführungszeichen, weil das kann manchmal schmerzhafter sein als der tod eines menschen. das kommt ja immer auf die bildung zu demjenigen an usw... das letzte mal, dass mich sowas so richtig aus der bahn geworfen hat, war als mein hund gestorben ist... der war ein 7 jahre lang mein ein und alles und mein bester freund. ich hab echt jeden tag mit dem zeit verbracht und habe mit gelitten, als er als und krank geworden ist. als ich ausgezogen bin, war es sehr schlimm für mich ihn nicht mitnehmen zu können und bei meinen eltern zu lassen...
vielleicht war das aber auch ganz gut, denn so blieb es mir erspart dabei zu sein, wenn das passiert... das ist so schon schlimm genug für mich gewesen, als meine mama mir das am telefon gesagt hat. als ich dann aber danach wieder zu besuch zu hause war, ist mir das erst richtig bewusst geworden, wie sehr mir mein hund fehlt. kaum war ich wieder weg, ging das wieder...
schon komisch, wie sehr empfindungen manchmal vom ort abhängig sind...

8. Oktober 2012 um 19:55

Ich hab mit dem Tod das erste Mal so richtig vor 4 Jahren zu tun gehabt, als meine Oma starb.
Ich kam damit nicht klar, dass ich sie nie wieder sehen werde und ich wollte es irgendwie nicht glauben.
Selbst als wir 1 Jahr später in Polen dann meinen Opa besuchten, habe ich mir gewünscht, dass es einfach alles ein Traum war und sie da ist.
2 Jahre später ist dann mein Opa verstorben, das einzige was ich positiv dadran sehe ist, dass die beiden jetzt wieder zusammen sind und dass sie durch ihre schwere Erkrankung so schnell erlöst wurden von den Schmerzen.

Denken tue ich sehr oft an sie und ich find es sehr schade, dass das Grab von denen in Polen ist...ich glaube ich würd sie sonst sehr oft "besuchen"

9. Oktober 2012 um 15:07

ein sehr interessanter post, zu dem ich spontan unmöglich alle meine gedanken und erfahrungen schreiben kann...

der tod von dirk bach hat mich auch bewegt, mehr als z.b. michael jackson oder amy winehouse, obwohl ich seine comedy nicht mal besonders toll fand.
abgesehen von der reaktion dieser kirchenseite fand ich die rückmeldung aus prominenz und presse wirklich angemessen.

ich denke jeder hat schon seine eigenen erfahrungen mit dem thema gemacht, welche keinesfalls positiv gewesen sein werden. ich persönlich aber denke, das "aus den augen - aus dem sinn" ist ein natürlicher schutzmechanismus. etwas stumpf könnte man es wie liebeskummer beschreiben: solange man sich fotos ansieht und sich erinnert, leidet man. lenkt man sich ab heilen auch diese wunden langsam, aber nie komplett...


(ich glaub in meinem angehenden philosophiestudium wird noch einiges in dieser richtung auf mich zukommen)

9. Oktober 2012 um 21:34

Oha, das ist aber ein sehr tiefes Thema. Ja, ich kann den Tod nicht registrieren. einmal z.B. starb ein Hamster, den ich sehr liebhatte und ich konnte irgendwie nicht begreifen, dass er weg war. Einfach so, nicht mehr da..
Lena♥

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